Faszien sind feine, netzartige Gewebestrukturen, die unseren ganzen Körper durchziehen. Sie umhüllen Muskeln, Organe sowie Nerven. Und stabilisieren, übertragen Kräfte und sind reich an Nervenzellen, also fast wie ein Sinnesorgan.
Faszien sorgen dafür, dass Bewegungen flüssig, stabil und kraftvoll sind. Besonders bei Kindern sind Faszien noch sehr anpassungsfähig – und lieben Abwechslung.
Faszien können auch „verkleben“ und dadurch häufig diffuse Schmerzen verursachen (zum Beispiel im Rücken, Nacken, in den Schultern oder Gelenken). Weitere Symptome sind Bewegungseinschränkungen, Steifheit, ein „Zuggefühl“, druckempfindliche Knoten (Triggerpunkte) und eine eingeschränkte Flexibilität, die sich als dumpfes Pochen oder Kribbeln äußern kann.
Die gute Nachricht: Oft kann der Schmerz durch Bewegung schon in kurzer Zeit gelindert werden. Noch besser ist es, wenn es gar nicht so weit kommt: Hüpfen, Strecken, Drehen, Rollen oder Balancieren hält die Faszien geschmeidig. Das Beste daran: Dafür braucht es kein spezielles Training. Jede freie, kreative Bewegung im Alltag zählt und unterstützt eine gesunde Körperhaltung.
Wenn Kinder ihren Körper vielseitig bewegen dürfen, entwickeln sie ein gutes Körpergefühl – und mehr Freude an Bewegung.
Kleine Tipps für den Alltag:
- „Groß-wie-eine-Giraffe“-Moment: mehrmals täglich bewusst strecken
- Tierbewegungen nachahmen: hüpfen wie ein Frosch, schleichen wie eine Katze
- Barfuß-Momente (wo möglich): unterschiedliche Untergründe erspüren
Foto von Aleksandar Andreev auf Unsplash