Wer das Wort Ausdauer hört, denkt meistens an schweißtreibenden Sport. Aber Bewegung im Alltag muss nicht sportlich aussehen, um wirksam zu sein. Schon einfaches Gehen fördert Herz, Kreislauf und Atmung – bei Kindern und Erwachsenen. Also am besten gemeinsam.
Untersuchungen zeigen, dass regelmäßiges Gehen die Ausdauer verbessert und Stress senken kann. Besonders in der kalten Jahreszeit ist Spazierengehen eine leicht umsetzbare Möglichkeit, Bewegung und frische Luft zu verbinden. Oder was gibt es Schöneres, als bei schönem Wetter durch den kühlen Wald oder die warme Abendluft zu laufen?
Alltagswege nutzen statt Extra-Aufwand
Viele Familien und Kitas berichten, dass schon kurze Wege Wirkung zeigen. Ob zum Spielplatz, zur Post oder nur eine Runde um den Block – wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die Länge. Kinder erleben Gehen nicht als Sport, sondern als Gelegenheit zum Entdecken.
Spaziergänge als Lern- und Begegnungszeit
Beim Gehen entstehen Gespräche, Beobachtungen und Ruhephasen. Pädagogische Fachkräfte nutzen Wege oft, um Sprache, Wahrnehmung oder Orientierung zu fördern. Eltern nutzen kleine Routen, um Kinder in den Alltag einzubeziehen – ohne Druck oder Leistungsanspruch.
Kleine Gruppen, große Effekte
Auch wer nicht viel Platz oder Personal hat, kann kurze Draußenzeiten einbauen. Zwei Erwachsene mit einer Kleingruppe, ein Elternteil beim Abholen oder ein gemeinsamer Wochenstart im Freien – all das stärkt Gesundheit ohne großen Aufwand.
Kleine Ideen für den Alltag:
- Einen festen „Runde um den Block“ pro Woche einführen
- Kinderaufgaben geben („Was glitzert? Was knackt unter den Schuhen?“)
- Abholwege zu Fuß verlängern, z. B. eine Haltestelle früher parken
- Spaziergang mit Sammelkorb, Lupe oder Lied verbinden
- Wetterlage berücksichtigen!
Foto von Juliane Liebermann auf Unsplash